Was heißt „Pfarrei neuen Typs“ genau?
Die „Pfarrei neuen Typs“ ist der organisatorische Zusammenschluss der bisher sechs selbständigen katholischen Pfarreien im Nordwesten von Frankfurt. Sie wird zwar eine große Pfarrei (mit mehr als 13.000 Katholiken), doch keine Zentralpfarrei.
Eine der Kirchen wird zwar die Pfarrkirche, die anderen Kirchen bleiben aber weiterhin Orte, an denen Gottesdienst gefeiert und die Sakramente gespendet werden. Sie behalten auch ihre bisherigen Namen. Die konkrete Zahl der sonntäglichen Eucharistiefeiern wird allerdings von den Priestern abhängig sein, die dafür zur Verfügung stehen.
Welche Gremien wird es geben?
Die neue Pfarrei wird nur einen Pfarrgemeinderat und einen Verwaltungsrat haben. In jeder einzelnen Gemeinde aber werden Ortsausschüsse gebildet, die sich um die örtlichen Belange kümmern sollen.
Wie gestaltet sich künftig kirchliches Leben?
Die „Pfarrei neuen Typs“ kann nur funktionieren, wenn nach dem Subsidiaritätsprinzip gehandelt wird, das heißt: was vor Ort eigenständig beraten und entschieden werden kann, soll auch dort geschehen. Nur so kann das kirchliche Leben in den einzelnen Gemeinden (auch „Kirchorte“ genannt) sich weiterentwickeln. Das schließt ein, dass es für die Ortsausschüsse festgelegte Finanzmittel und Gattungsvollmachten für bestimmte Aufgaben geben muss.
Viel wird davon abhängen, ob es auch künftig Frauen und Männer gibt, die sich für ihre Gemeinde, ihren „Kirchort“, engagieren.
Wie arbeitet das hauptamtliche Personal?
Die Seelsorgerinnen und Seelsorger (Pfarrer, priesterliche Mitarbeiter, Diakone, Pastoral– und Gemeindereferentinnen und –referenten) tragen dafür Sorge, dass die Gemeinden vor Ort unterstützt werden. Zusammen mit den Gremien haben sie die Verantwortung für Verkündigung, Gottesdienst und Caritas in der „Pfarrei neuen Typs“.


